Schlange am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen 🐍 đŸ˜±
Schlange am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen 🐍 đŸ˜±

Schlange am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen 🐍 đŸ˜±

Ach wie schade, unsere letzte Dschungelnacht war schon vorbei und draußen brach so gaaanz langsam ein neuer Tag an. Diese Woche verging mal wieder wie im Flug und heute war es soweit, wir wĂŒrden die PazifikkĂŒste verlassen und bekĂ€men gegen Abend, sofern alles glatt laufen wĂŒrde, Familienzuwachs.

Noch war es Zeit fĂŒr ein TĂ€sschen Kaffee auf meiner Lieblingsterrasse. Ich krabbelte also aus dem Bett und schlich mich aus dem dem Zimmer. Hoffentlich wĂŒrde keiner wach, denn diese 1 Stunde am Morgen in Ruhe mit meinem heißen LieblingsgetrĂ€nk und dabei den Blick ĂŒber den Dschungel gehörte zu meinen absoluten Favoriten der gesamten Reise. Doch war das? Gerade als ich mich hinsetzte, raschelte es wie verrĂŒckt in den BĂ€umen. Sehe ich doch endlich ein Faultier direkt vor der Terrasse? Und schon wieder
ich wĂŒnschte mir Adleraugen 😬. Doch kurze Zeit spĂ€ter entdeckte ich sie: eine kleine Familie KapuzinerĂ€ffchen machte sich in den Baumkronen rund ums Haus zu schaffen. Sie schwangen sich gerĂ€uschvoll von Ast zu Ast und hielten erst inne, als sie mich entdeckten. Jetzt haben sie auch Marcus geweckt und als er auftauchte, gefiel es ihnen ĂŒberhaupt nicht. In kurzer, aber sicherer Entfernung begannen sie mit wilden DrohgebĂ€rden und GerĂ€uschen. Als Marcus sich jedoch nicht so wirklich vertreiben ließ, versuchen sie es mit einem Trick: Sie kletterten aufeinander, fletschten die ZĂ€hne, ruderten wild mit den Armen und kreischten, was das Zeug hielt. Naja, geholfen hat es nicht wirklich, ganz im Gegenteil. Marcus zĂŒckte begeistert die Kamera und fotografierte diese Affen- Show.

Irgendwann wurde es ihnen zu bunt und sie zogen weiter. Wir waren sehr glĂŒcklich, weil das ja wohl ein super Abschied fĂŒr unsere Dschungelwoche war. Wenn ich auch meine schöne Morgenstund` dafĂŒr “opfern” musste


Gleich nach dem FrĂŒhstĂŒck packten wir rasch zu Ende und Marcus brachte noch eben den BiomĂŒll auf den riesigsten Komposthaufen ever. Soll heißen, er ging einfach durchs Gartentor, holte Schwung und leerte die SchĂŒssel ĂŒber den Abhang in den Dschungel hinein. Normalerweise
denn heute lief es anders. Wie ein Pfeil schoss er an mir vorbei, rief nur schnell “Schlange!” , schnappte sich die Kamera und rannte wieder los. “Kinder, Schlange!”, echote ich nun und spurtete schon hinterher. Draußen angekommen war sie auch nicht zu ĂŒbersehen: GemĂŒtlich in der Sonne schlĂ€ngelte sich eine ca.2,50 m etwa faustbreite Tiger Ratsnake, im Deutschen HĂŒhnerfresser 😳 genannt, den Hang hinab. Sie sah aus wie ein großer glĂ€nzender schwarzer Feuerwehrschlauch mit knallgelbem Muster. Wirklich sehr schön, aber auch ziemlich furchteinflĂ¶ĂŸend, selbst wenn es keine giftige, sondern “nur” eine WĂŒrgeschlange ist. Grusel, grusel
endlich hatten wir eine echte Schlange in freier Wildbahn entdeckt. Ich wĂŒrde sagen, unser letzter Morgen hier lief ganz gut
bisher 😉.

Nach einer herzlichen Verabschiedung von unseren Gastgebern Matt und Amy stiefelten wir kurz darauf den Berg hinunter zu unserem Auto. Matt hatte uns schon vorgewarnt. Ein Nachbar hatte berichtet, dass an unserem Auto wohl ein Reifen platt sei, allerdings die Fahrt bis ins Dorf noch mitmachen wĂŒrde. Unten angekommen sahen wir das leider anders und mussten also in der Hitze zwischen all dem tropischen Stech- und Beißgetier das Auto komplett ausladen, Ersatzreifen raufziehen und wieder beladen. Das Ersatzrad sah mega klein aus und wir waren schon besorgt, ob es ĂŒberhaupt die Geröll- Matsch- “Straße” schaffen wĂŒrde. Was, wenn wir nun mitten im Dschungel hĂ€ngen blieben? Ach nö, bei solch einem animalischen GlĂŒck heute frĂŒh wird uns dieses jetzt doch wohl nicht verlassen! Und? Es hielt natĂŒrlich das kleine, aber feine Ersatzrad. Wie gesagt, Schlange am Morgen und so
😅 An der nĂ€chsten Tanke wurde das platte Rad dann direkt fĂŒr sage und schreibe gerade mal 3,60 € repariert und gewechselt, so dass wir die restlichen 4,5 Stunden bis San JosĂš entspannt durchschaukeln konnten.

Irgendwann zwischen dem Urlaubsörtchen JacĂł an der KĂŒste und San JosĂ© ĂŒberquerten wir eine BrĂŒcke, auf der sich sehr viele Menschen versammelt hatten. Was war denn hier los? Das wollten wir herausfinden und parkten direkt hinter der BrĂŒcke vor diversen SouvenirstĂ€nden. Prompt kam uns ein fliegender HĂ€ndler entgegen, der uns diverse Ketten mit Perlen und ZĂ€hnen anbot. Nach nĂ€herem Hinschauen definierten wir diese auch als KrokodilzĂ€hne allerdings aus Plastik. Und tadaaaa
das RĂ€tsel war beinahe gelöst: Schwammen unten im Fluss kleine Krokodile? Fast! Denn als wir neben dem aufgeregten Pulk ankamen, entdeckten wir ca. 10 Meter unter uns 5 große Krokodile und ehrlich gesagt war einer davon erschreckend gigantisch. Der machte auch sofort Tumult und ließ den Platzhirsch raushĂ€ngen. Intuitiv hielt ich die Kinder am T- Shirt fest 🙈. Solche Riesen hatte ich hier nicht erwartet und hoffe nur, dass sie uns nicht begegnen, wenn wir mit dem Boot demnĂ€chst durch die FlĂŒsse nach Tortuguero fahren. Da kommt man nĂ€mlich nicht anders hin. đŸ˜©

Nach diesem aufregenden Zwischenstopp checkten wir um 17:00 in unserem ⭐⭐⭐⭐- Hotel in San JosĂ© ein, welches wir uns fĂŒr eine Nacht gönnen wollten. Ein Nacht ohne Getier, GerĂ€usch, mit riesengroßen Kingsize-Betten und Klimaanlage. Um es schon einmal vorwegzunehmen, wir vermissten am Morgen direkt die GerĂ€usche und die natĂŒrliche Luft, nicht jedoch das Getier und die kleinen Betten.

Jedenfalls hatte ich noch eine halbe Stunde Zeit, um unseren Familienzuwachs in Empfang zu nehmen. Wenn alles geklappt hat, sollte Mama/Oma/Schwiegermama um 17:30 Uhr landen, um dann ihren Traum von einer Costa Rica-Reise mit uns Chaoten zu verwirklichen. Ob sie sich das gut ĂŒberlegt hat? 😜

Alles ging gut. MĂŒde und erschöpft schloss ich sie dann am Flughafen in die Arme. Geschafft! Von nun an geht es also zu fĂŒnft weiter


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